Dieser Rechner nennt einen Zielbereich der Photonenflussdichte für Pflanzenaquarien oder Riffkorallen. Er behauptet nicht, dass sich PAR aus der Wattzahl einer Leuchte präzise vorhersagen lässt.
Wähle ein Pflanzen- oder Riffziel und vergleiche den Zielwert mit einer Unterwasser-PAR-Karte bei ähnlicher Wasser- und Montagehöhe. Am zuverlässigsten ist eine Messung im Aquarium.
Verwende für die Beleuchtung die tatsächliche Wassertiefe von der Wasserlinie bis zum Bodengrund beziehungsweise zur Position der Korallen, nicht nur die äußere Glashöhe.
Huminstoffe und Schwebstoffe können die Lichtdurchlässigkeit verringern. Salinität wird nicht als pauschaler prozentualer Lichtverlust behandelt.
Pendelleuchten liefern höheres PAR in der Mitte, aber ungleichmäßiger; Leisten verteilen das Licht gleichmäßiger.
Trage nur einen Wert ein, der bei vergleichbarer Wassertiefe, Montagehöhe und Position im Ausleuchtungsbereich gemessen wurde.

Du bist unsicher, wie du dein Aquarium richtig ausmisst? Unsere bebilderte Anleitung erklärt jeden Schritt.
Vollständige Messanleitung öffnen
Vervollständige deine Planung mit diesen Rechnern:
Dieser Rechner nennt einen Zielbereich der Photonenflussdichte für Pflanzenaquarien oder Riffkorallen. Er behauptet nicht, dass sich PAR aus der Wattzahl einer Leuchte präzise vorhersagen lässt.
Wähle ein Pflanzen- oder Riffziel und vergleiche den Zielwert mit einer Unterwasser-PAR-Karte bei ähnlicher Wasser- und Montagehöhe. Am zuverlässigsten ist eine Messung im Aquarium.
PAR bezeichnet den photosynthetisch aktiven Spektralbereich; Aquarien-Messgeräte geben die Photonenflussdichte in µmol/m²/s am Ort von Pflanze oder Koralle an. Dieser Messwert ist aussagekräftiger als reine Watt- oder Lumenwerte. Der Rechner nennt einen Zielbereich, keine aus Watt berechnete PAR-Messung. Berücksichtige, ob der Wert am Bodengrund, in mittlerer Höhe oder direkt unter der Leuchte benötigt wird.
Lies den ausgegebenen Bereich passend zum Ziel: Pflanzenaquarien werden nach Pflanzenbedarf am Bodengrund beurteilt, Riffaquarien nach Korallengruppe auf der jeweiligen Platzierungshöhe. Beginne bei regelbaren Leuchten am unteren sinnvollen Ende und bewerte Wachstum sowie Algen oder Korallenreaktionen über Wochen, nicht nach einem einzelnen hellen Eindruck.
LED-Leuchten unterscheiden sich stark in Effizienz, Optik und Spektrum. Zwei Lampen mit gleicher Wattzahl können am Bodengrund völlig verschiedene PAR-Werte und Ausleuchtungen erzeugen. Achte deshalb auf PAR-Karten, Abdeckung, empfohlene Beckentiefe, Regelbarkeit und Montagehöhe statt auf den Stromverbrauch allein.
Auch „Watt pro US gallon“ aus älteren Presets ist nur eine grobe historische Faustformel; 1 US gallon entspricht rund 3,785 Litern. Übertrage solche Werte nicht direkt auf moderne LEDs, sondern nutze reale Messungen unter vergleichbarer Montagehöhe und Wasserhöhe.
Mit zunehmender Tiefe nimmt die Lichtmenge ab; Trübung, Huminstoffe, Abdeckscheiben und schwimmende Pflanzen dämpfen zusätzlich. Eine höher montierte Leuchte verteilt Licht breiter, liefert am Boden aber weniger Intensität. Bei langen Becken leuchten zwei passende Module häufig gleichmäßiger als eine sehr starke Lichtquelle in der Mitte.
Prüfe Randbereiche und Schatten hinter hohen Steinen, nicht nur den hellsten Mittelpunkt. Reinige Abdeckscheiben und Salzkrusten regelmäßig und platziere anspruchsvolle Pflanzen oder Korallen dort, wo die gemessene beziehungsweise realistisch geschätzte Lichtmenge passt.
Ein stabiler Zeitplan ist wichtiger als tägliche Änderungen. Starte bei algengefährdeten Becken oft mit sechs bis acht Stunden und erhöhe nur, wenn Pflanzen oder Korallen es tatsächlich benötigen. Ändere entweder Intensität oder Dauer, nicht beides gleichzeitig, und nutze An- und Abdimmphasen vor allem für schonende Übergänge statt als Ersatz für passende Gesamtlichtmenge.
Nach jeder Änderung bleibt der Plan mehrere Wochen konstant, sofern keine akute Schädigung auftritt. Nimmt Algenwuchs zu, gehe zum letzten stabilen Zustand zurück und prüfe Nährstoffe, CO₂ und Pflege; eine Mittagspause kompensiert kein dauerhaft unausgewogenes System.
Mehr Licht beschleunigt den Bedarf an CO₂, Makro- und Mikronährstoffen. In einem Low-Tech-Becken führt eine sehr starke Leuchte daher oft eher zu Algen als zu besserem Wachstum. Anspruchsvolle Bodendecker und rote Stängelpflanzen benötigen ein abgestimmtes System aus Licht, CO₂, Düngung, Strömung und regelmäßigem Rückschnitt.
Gelbe oder löchrige Blätter sind nicht automatisch Lichtmangel. Prüfe neue Triebe, CO₂-Verteilung und Wasserwerte, bevor die Intensität erhöht wird; in einem stabilen Low-Tech-Becken ist moderates Licht mit langsamem gesundem Wachstum oft das bessere Ziel.
Korallen können auf einen abrupten Lichtanstieg mit Ausbleichen oder Einziehen reagieren. Beginne nach einem Leuchtenwechsel oder Umsetzen mit geringerer Intensität und steigere über Wochen. Blau betonte Optik allein beweist keine geeignete Versorgung; entscheidend sind nutzbares Spektrum, reale PAR-Werte und die Anforderungen von Weichkorallen, LPS oder SPS.
Nutze ein Acclimation-Programm oder reduziere Intensität und steigere in kleinen Schritten, während Polypenbild, Farbe und Gewebe beobachtet werden. Bei Ausbleichen oder dauerhaftem Einziehen zuerst Lichtänderung stoppen und auch Temperatur, Nährstoffe, Alkalinität und Strömung prüfen.
Prüfe neben Licht auch CO₂, Nährstoffe, Strömung, Temperatur, Salinität und Abschattung durch Hardscape oder Nachbarpflanzen. Lange Triebe können Lichtmangel anzeigen, Löcher in Blättern eher Nährstoffmangel; eingezogene Korallen können ebenso auf Wasserchemie oder Strömung reagieren. Vermeide Diagnosen aus nur einem Symptom.
Fotografiere denselben Bereich wöchentlich bei identischen Einstellungen, damit langsame Veränderungen sichtbar werden. Ändere eine Variable und dokumentiere Datum sowie Wert; mehrere gleichzeitige Korrekturen können kurzfristig helfen, verhindern aber eine belastbare Ursachenanalyse.
Bei hochwertigen Riffaquarien, anspruchsvollen Pflanzenaquarien und genauer Korallenplatzierung kann eine reale PAR-Karte Fehlkäufe und Lichtschäden vermeiden. Messgeräte lassen sich teilweise im Fachhandel oder Verein ausleihen. Einmalige Messungen an mehreren Punkten sind besonders wertvoll, wenn Leuchtenhöhe, Linsen oder Riffaufbau verändert werden.
Miss auf Höhe der tatsächlichen Organismen, an Mitte und Rand sowie unter typischer Wassertrübung. Notiere Leuchtenprogramm, Intensität und Montagehöhe zur Messkarte; ohne diese Angaben lässt sich das Ergebnis nach einer späteren Änderung kaum reproduzieren.
Pflanzen oder Korallen wachsen dem Ziel entsprechend, Tiere zeigen normales Verhalten und Algen nehmen nicht nach jeder Anpassung explosionsartig zu. Das Becken ist über die gesamte relevante Fläche ausreichend beleuchtet, ohne unnötige Spitzen. Eine regelbare, gleichmäßig ausleuchtende Lampe mit reproduzierbarem Zeitplan ist meist sinnvoller als die hellste verfügbare Leuchte.
Gute Beleuchtung lässt zudem dunklere Rückzugsbereiche für lichtscheue Tiere und vermeidet störendes Streulicht. Wenn die passende Einstellung gefunden ist, sichere oder dokumentiere das Programm, damit ein Stromausfall oder App-Wechsel nicht unbemerkt auf volle Leistung zurücksetzt.